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letzte Aktualisierung:

25.01.2017

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Altes Gefährt läuft wieder wie geschmiert

Eine Kutsche mit 34 PS erspart in Südmerzen Kaiser und Klotzkönig den Fußmarsch

MERZEN. Der Schützenkönig in Südmerzen hat es gut. Seine Majestät und die Ehrenpaare sitzen beim Festumzug in einer prachtvollen Kutsche. Kaiser und Klotzkönig hatten es bei den Schützenfesten bisher nicht ganz so gut. Trotz ihrer ehrenvollen Titel gehörten sie zum marschierenden Fußvolk. Doch seit dem vergangenen Schützenfest besitzen auch sie ein standesgemäßes Gefährt: eine Kutsche mit einem 34 PS-starken Käfer-Motor und rustikalen Bänken aus Eichenholz.

Ganz neu ist die Idee aber nicht, Klotzkönig und Kaiser den oft langen Fußmarsch zu ersparen. Schon zwischen 1970 und 1985 wurden diese Südmerzener Würdenträger mit einer motorisierten Kutsche chauffiert. Entworfen und konstruiert hatten diese Theo Vox, Georg von den Benken und August von den Benken. Die Konstruktion war so simpel wie praktisch: Auf ein Chassis setzte das Trio einfach eine Pferdekutsche. Doch irgendwann geriet sie in Vergessenheit und rostete in einem Schuppen vor sich hin.Dieses Team hat eine wahre Meisterleistung vollbracht.....

Bis zum vergangenen Frühjahr. Dann machten sich Michael Eggemann, Bernd Thölenjohann, Georg Weglage junior, Tobias Krümberg, Friedrich Weglage, Bernhard Glins und Clemens Eggemann ans Werk, allesamt Mitglieder des Schützenvereins Südmerzen und ausgestattet mit Wissen und Händchen für Technisches.

Feuer und Flamme

In einer Garage nahmen sie das Gefährt unter die Lupe. Schnell war klar: In ein, zwei Tagen war der pfiffige Kutschenersatz nicht zu reparieren. „Die Jungs waren Feuer und Flamme“, sagt Georg Weglage, der sich als Präsident des Schützenvereins über so viel Ehrgeiz freute. Und überzeugen lassen musste er sich auch nicht, diese besondere Kutsche – oder besser das, was von ihr übrig geblieben war – bis zum nächsten Volksfest wieder in Schuss zu bringen.

„Erst einmal haben die Jungs die tragenden Teile ausgewechselt und das Gestell sandgestrahlt“, berichtet Clemens Eggemann. Das VW-Chassis mit dem 34 PS-starken Käfermotor im Heck und der 6-Volt-Elektroanlage war noch relativ gut in Schuss. Ausgetauscht werden musste aber der hölzerne Rahmen des Kutschengestells mit seinen markanten Blattfedern. Vieles ließ sich schnell und einfach erneuern, andere Ersatzteile waren dagegen schwer so sah die Kutsche früher einmal aus....zu beschaffen. Bei der Suche wurde das Bastelteam auch im Internet fündig: Der 20-Liter-Benzintank war bei einem Auktionshaus schnell ersteigert.

„Wie viele Stunden Arbeit darin stecken, weiß ich nicht. Auf alle Fälle hat es uns allen großen Spaß gemacht“, sagt Michael Eggemann. Allerdings sei es zum Schluss, je näher das Schützenfest rückte, „schon ziemlich stressig gewesen“. Zweimal wöchentlich wurde abends geschweißt, geschraubt, gestrichen und gerätselt, ob die neue Kutsche nun zwei oder drei Bänke bekommen sollte. Und wie Lenkanlage und Gangschaltung technisch verbessert werden könnten. Dann aber war es geschafft, am Vatertag unternahm das Team eine erste Probefahrt.

Klar, dass die Schrauber mit der motorisierten Kutsche an Pfingsten alle Blicke auf sich zogen. Mit grün-weißen Rosen war das Gefährt geschmückt. Das Chassis hatten sie schwarz und grün lackiert. Weiß gestrichen sind auch die originalen VW-Radkappen....unser Präsident bei der Probefahrt... Auf der Bank für den Kutscher saßen zwei Chauffeure, von denen einer zwar nicht die Zügel, wohl aber das Lenkrad in der Hand hielt. Hinter ihnen, auf zwei geschreinerten Holzbänken, finden künftig Kaiser und Klotzkönig Platz. Die Kutsche mit dem typischen VW-Käfer-Klang bildet wie früher das Ende des Umzuges.

Haken für die Deichsel

Keine Frage: Auf ihr repariertes Konstrukt sind die Schützen ziemlich stolz. „Das hat kein anderer Verein im Altkreis Bersenbrück zu bieten“, ergänzt Georg Weglage und ist stolz auf das Know-how aus Südmerzen. Verleihen will der Schützenverein die Kutsche, deren Einsatz übrigens versicherungsrechtlich genehmigt ist, aber nicht. „Die soll es nur in Südmerzen geben.“

Und was ist, wenn der VW-Motor einmal ausfallen oder der Sprit ausgehen sollte? „Das ist kein Problem“, sagt Clemens Eggemann und lächelt. Vorne am Rahmen befänden sich noch Haken für eine Deichsel. Im Notfall könne ein Pferd angespannt werden, wenn die 34 PS im Heck den Dienst versagen sollten. Das ist Know-how aus Südmerzen.

Quelle: cg,CG/Bersenbrücker Kreisblatt 23. Juli 2011 10:30 Uhr

 

...weitere Schnappschüsse von der Motorkutsche finden Sie in unserer Bildergalerie

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